Mittwoch, 20. Februar 2013

Orient-Bulgur zu Kürbis

Bulgur, Couscous, AH - so viele Möglichkeiten. Nach zwei Jahren Gluten-Abstinenz koche ich mich gerade mit Freude durch glutenhaltige Getreidesorten und bin sehr glücklich über die neuen Variationsmöglichkeiten. Vor allem aber ist das zurückgewonnene Stück Alltagstauglichkeiten eine sehr große Erleichterung in meinem Leben. Ich kann in der Mittagspause zum Bäcker gehen, das muss man sich mal vorstellen! An diese Möglichkeit gewöhne ich mich gerade Stück für Stück, viel zu oft ist diese Option in meinem Kopf noch nicht richtig gespeichert und ich hungere mich durch einen Arbeitstag, der länger als geplant ausfällt. Wenn der Mann dann fragt "Warum bist du nicht zum Bäcker gegangen?" huscht der simple Gedanke erst langsam durchs Hintertürchen herein. Dennoch koste ich derzeit all die lange nicht gegessenen Dinge aus und fühle mich wie im Schlaraffenland.

Dass in der letzten Gemüsekiste ein wunderschöner Butternuss-Kürbis weilte, erwähnte ich bereits. Fast, aber nur fast, wäre aus diesem Prachtexemplar eine öde Kürbissuppe geworden. Zum Glück bin ich rechtzeitig über ein Rezept von Roland Rauter aus dem Buch "Einfach vegan" gestoßen. Hier wird der Bulgur zwar in eine im Ganzen gegarte Kürbishälfte gefüllt, da unser Backofen allerdings langsam aber sicher dem Ende seiner Tage zugeht, habe ich den Kürbis gewürfelt. Sonst produziert der Ofen im besten Fall Matschkürbis, keinen gebackenen Kürbis. Die Kürbisform tut dem Gericht jedoch nicht den geringsten Abbruch - ich hätte mich reinsetzen können.


Rezept für vier:

Für den Ofenkürbis:
1 Butternusskürbis
1 TL Kreuzkümmel
Salz und Pfeffer
Olivenöl

Für den Bulgur:
250 g Bulgur
500 ml Gemüsebrühe
je eine gelbe und grüne Paprika
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 daumengroßes Stück Ingwer
20 g Pinienkerne
20 g Sonnenblumenkerne
3 EL Rosinen
100 ml Orangensaft
3 EL Olivenöl
1 EL brauner Zucker
1/2 TL Kreuzkümmel
Salz und Pfeffer

Für den Joghurt:
300 g Sojajoghurt
1/2 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer

Die Rosinen ca. 1 Stunde in Orangensaft einweichen lassen.

Den Ofen auf 220 Grad vorheizen. Kürbis schälen, entkernen und in gleichmäßige Stücke schneiden. Mit Olivenöl, Salz, Peffer und Kreuzkümmel mischen und im Ofen circa 20 Minuten backen.

Gemüsebrühe aufkochen, Bulgur einrühren und 15 Minuten quellen lassen. Pinien- und Sonnenblumenkerne in einer Pfanne anrösten. Paprika, Zwiebel, Ingwer und Knoblauch in feine Würfel schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Paprika, Ingwer und Knoblauch zugeben und mit anschwitzen. Kreuzkümmel und brauenen Zucker unterrühren. Mit den Rosinen in Orangensaft ablöschen und alles aufkochen lassen. Den Bulgur unterheben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Sojajoghurt mit 1/2 gepressten Knoblauchzehe, Olivenöl, Salz und Pfeffer verrühren. Zusammen mit dem Kürbis und dem Bulgur servieren.


Kommentare:

  1. Vielen Dank für das Rezept, der Bulgur ist so sehr lecker. Bei mir gab's dazu Falafel und Sojajoghurtdip.

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  2. Ich habe das Originalrezept ausprobiert. Der Bulgur ist toll. Einen ganzen Butternusskürbis würde ich aber nicht noch einmal nehmen (da hast Du Dir mit dem Würfeln einen Gefallen getan). Butternuss gart sehr ungleichmäßig und läßt sich auch schlecht füllen. Außerdem erhält man im Verhältnis viel zu viel Kürbis für meinen Geschmack. Beim nächsten mal versuche ich es mit gefülltem Hokaido. Und dazu eine Sesamsoße statt Zazikie.

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