Donnerstag, 28. Februar 2013

Muffins (nicht nur) für den Kindergeburtstag

Frage ich meine Tochter, was ich am Wochenende backen soll, lautet die Antwort mit 100 Prozent Sicherheit: SCHOKOKUCHEN! Da ich selbst viel lieber obstigen Kuchen esse, stehen ihre Chancen in der Regel allerdings schlecht. An ihrem Geburtstag hatte Paula jedoch komplette Wahlfreiheit und so gab es zu ihrer großen Begeisterung Schokomuffins. Mit Zuckerstreuseln! Klar.


Die Zuckerstreusel wurden übrigens von Paula höchstpersönlich auf dem Topping (und dem Küchenfußboden) verteilt. Zwischendurch immer mal wieder festklebende Zuckerstreusel von den Kinderpatschhändchen abgeleckt - es war dem Kind eine große Freude!

Zutaten für 12 große Cupcakes oder 24 Minis und 6 große:

300 g Mehl
220 g Zucker
1 Päckchen Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker
7 EL Kakaopulver
320 ml Wasser
5 EL Öl

100 g Zartbitterkuvertüre
6 EL Sojamilch
1 EL Zucker
Zuckerstreußel

Die trockenen Zutaten in einer Schüssel gut vermischen. Öl und Wasser dazugeben und mit dem Mixer einmal gut aufschlagen. Teig in Muffinförmchen geben und bei 170 Grad etwa 20 Minuten backen (Minis kürzer).

Für das Schokotopping die Sojamilch in einem kleinen Topf aufkochen. Zucker darin auflösen, vom Herd nehmen und die gehackte Schokolade unterrühren und schmelzen lassen. Topping auf die Muffins streichen und mit Zuckerstreusel verzieren.

Samstag, 23. Februar 2013

Pastinakencurry mit Petersilienpesto

Steckrübe hängt mir mittlerweile danke Ökokiste sowas von zum Hals raus (hallo, macht mal einer Frühling!) - nicht so aber Pastinake. In der Beikostzeit unserer Tochter habe ich Pastinake kennen und lieben gelernt. Unsere Tochter war nämlich nicht gerade der Pastinakenfan und ich hatte dadurch einen großen Pastinaken-Kartoffel-Hirse-Brei-Vorrat in der Tiefkühltruhe, über den ich mich immer wieder gerne hergemacht habe. So ist es bis heute, ich liebe Pastinake, meine Tochter guckt mich irrtiert an. Nun gut.

Dieses Curry hat einen wunderbar würzigen Geschmack, vielleicht darf der Winter doch noch ein bisschen bleiben, bei so einem Gericht.


Rezept für vier:
1 Dose Kichererbsen
2 Zwiebeln
400 g Pastinaken
400 g Kartoffeln
1 rote Chilischote
5 EL Öl
1 Dose Tomatenstücke, 240 g
700 ml Gemüsebrühe
30 g Ingwer
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL Garam Masala
200 g Sojajoghurt
1 Bund Petersilie
1 Knoblauchzehe

Zwiebeln, Pastinaken und Kartoffeln schälen. Die Zwiebeln fein würfeln, Gemüse in gleichmäßige Stücke schneiden. Chilischote entkernen und fein hacken.

2 EL Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebeln darin andünsten. Die Hälfte vom Ingwer sowie die Chilischote zugeben. Kartoffel- und Pastinakenstücke zugeben, kurz mitbraten, dann Tomaten und Gemüsebrühe zugeben.

Das Curry mit Kreuzkümmel und Garam Masala würzen. Bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten leise köcheln lassen. 5 Minute vor Ende der Garzeit die Kichererbsen unterrühren.

Petersilienblättchen abzupfen, Knoblauch schälen und zusammen mit dem restlichen Ingwer und Öl pürieren. Pesto und Joghurt zum Curry servieren.

Quelle: Herbst & Winter Gemüse - Anne Rogge

Donnerstag, 21. Februar 2013

Gnocchi-Salat

Dieser Salat ist schnell gemacht und ein prima Essen für den Fall: Alle kommen zu unterschiedlichen Zeiten nach Hause. Ob lauwarm oder kalt, als Hauptmahlzeit oder Grillbeilage - der Gnocchi-Salat passt immer.


Rezept:
1 Packung Gnocchi
2 Zucchini
2 gelbe Paprika
10 grüne Oliven
4 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
3 EL Tomatenmark
2 EL Weißweinessig
8 EL Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
1 kleines Bund Petersilie

Gnocchi in Salzwasser kochen, abgießen und kalt abspülen.

Zucchini und Paprika klein schneiden und in 1 EL Öl anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Oliven längs vierteln.

Knoblauch, Essig, restliches Öl, Tomatenmark und Brühe mit dem Stabmixer pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Gnocchi, Gemüse, Oliven und Vinaigrette mischen. Petersilie grob hacken und untermischen.

Mittwoch, 20. Februar 2013

Vegan Wednesday No 28

Wir zählen den 28. Vegan Wednesday und ich stelle fest: Klar im Vorteil ist, wer an einem Tag so viel backt, kocht und isst, dass es kaum merkbar ist, dass man nur bei der Hälfte der Mahlzeiten an den Fotoapparat gedacht hat.

Frühstück
Ohne Bild, selbst wenn es ein Bild gäbe, wäre es nicht so spannend: Toast mit Kräuteraufstrich, Toast mit Erdnussbutter. Ich habe eine Erdnussbutter-Sucht entwickelt. Ehrlich.


Mittagspause
Brot mit Kräuteraufstrich und Weintrauben. Klickt euch durch meine letzten Beiträge - ihr findet das passende Bild dazu...


Nachmittag


Generalprobe vor dem anstehenden Kindergeburtstag am Samstag: Muffins backen. Beim veganen Backen gehe ich noch auf Nummer sicher. Die Augen meiner Tochter hätte man jedenfalls auch festhalten müssen! Schokolade! Zuckerstreusel! Sowas hat das Kind die ersten drei Lebensjahre nur selten und vor allem in der Kombination nicht gesehen. Haha. Offensichtlich war sie sehr beeindruckt, was ihr da bisher vorenthalten wurde.

Abendessen


Gnocchi-Salat mit Zucchini, Paprika, Oliven, frischer Petersilie.... Ein Essen, dass schon Mutti früher gekocht hat. Schmeckt nach zu Hause und ist eins meiner Lieblingsgerichte.

Orient-Bulgur zu Kürbis

Bulgur, Couscous, AH - so viele Möglichkeiten. Nach zwei Jahren Gluten-Abstinenz koche ich mich gerade mit Freude durch glutenhaltige Getreidesorten und bin sehr glücklich über die neuen Variationsmöglichkeiten. Vor allem aber ist das zurückgewonnene Stück Alltagstauglichkeiten eine sehr große Erleichterung in meinem Leben. Ich kann in der Mittagspause zum Bäcker gehen, das muss man sich mal vorstellen! An diese Möglichkeit gewöhne ich mich gerade Stück für Stück, viel zu oft ist diese Option in meinem Kopf noch nicht richtig gespeichert und ich hungere mich durch einen Arbeitstag, der länger als geplant ausfällt. Wenn der Mann dann fragt "Warum bist du nicht zum Bäcker gegangen?" huscht der simple Gedanke erst langsam durchs Hintertürchen herein. Dennoch koste ich derzeit all die lange nicht gegessenen Dinge aus und fühle mich wie im Schlaraffenland.

Dass in der letzten Gemüsekiste ein wunderschöner Butternuss-Kürbis weilte, erwähnte ich bereits. Fast, aber nur fast, wäre aus diesem Prachtexemplar eine öde Kürbissuppe geworden. Zum Glück bin ich rechtzeitig über ein Rezept von Roland Rauter aus dem Buch "Einfach vegan" gestoßen. Hier wird der Bulgur zwar in eine im Ganzen gegarte Kürbishälfte gefüllt, da unser Backofen allerdings langsam aber sicher dem Ende seiner Tage zugeht, habe ich den Kürbis gewürfelt. Sonst produziert der Ofen im besten Fall Matschkürbis, keinen gebackenen Kürbis. Die Kürbisform tut dem Gericht jedoch nicht den geringsten Abbruch - ich hätte mich reinsetzen können.


Rezept für vier:

Für den Ofenkürbis:
1 Butternusskürbis
1 TL Kreuzkümmel
Salz und Pfeffer
Olivenöl

Für den Bulgur:
250 g Bulgur
500 ml Gemüsebrühe
je eine gelbe und grüne Paprika
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 daumengroßes Stück Ingwer
20 g Pinienkerne
20 g Sonnenblumenkerne
3 EL Rosinen
100 ml Orangensaft
3 EL Olivenöl
1 EL brauner Zucker
1/2 TL Kreuzkümmel
Salz und Pfeffer

Für den Joghurt:
300 g Sojajoghurt
1/2 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer

Die Rosinen ca. 1 Stunde in Orangensaft einweichen lassen.

Den Ofen auf 220 Grad vorheizen. Kürbis schälen, entkernen und in gleichmäßige Stücke schneiden. Mit Olivenöl, Salz, Peffer und Kreuzkümmel mischen und im Ofen circa 20 Minuten backen.

Gemüsebrühe aufkochen, Bulgur einrühren und 15 Minuten quellen lassen. Pinien- und Sonnenblumenkerne in einer Pfanne anrösten. Paprika, Zwiebel, Ingwer und Knoblauch in feine Würfel schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Paprika, Ingwer und Knoblauch zugeben und mit anschwitzen. Kreuzkümmel und brauenen Zucker unterrühren. Mit den Rosinen in Orangensaft ablöschen und alles aufkochen lassen. Den Bulgur unterheben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Sojajoghurt mit 1/2 gepressten Knoblauchzehe, Olivenöl, Salz und Pfeffer verrühren. Zusammen mit dem Kürbis und dem Bulgur servieren.


Dienstag, 19. Februar 2013

Gebratene Topinambur und Pilze auf Polenta

Ich bin großer Fan der Schrot und Korn. Der Vorteil unserer früheren Ökokiste war, dass die aktuelle Schrot und Korn immer mitgeliefert wurde. Der Nachteil allerdings war die mangelnde Frische des Gemüses, so dass ich mittlerweile eine andere Ökokiste mit weitaus besserer Qualität beziehe - allerdings ohne Schrot und Korn. Ich bin gerne mal vergesslich und so passiert es mir immer wieder, dass ich die aktuelle Schrot und Korn im Bioladen vergesse. Nicht zu klug, aber manchmal gelingt es mir doch sie mitzunehmen, so auch bei der letzten Ausgabe.

Aus dieser stammt das Rezpt für gebratene Topinambur und Pilze auf Polenta. Die Polenta ist ohne Zugabe von Butter und Parmesan schnellstens veganisiert - ich rühre immer ein paar Tropfen gutes Olivenöl unter. Die Kombination von Topinambur, Pilzen und Polenta ist ein wahrhaftiger Hochgenuss. Unbedingt ausprobieren!


Das Rezept findet ihr in der Schrot und Korn 1/2013 oder hier.

Montag, 18. Februar 2013

Kürbis-Falafel

Kürbis war schon vollkommen aus meinem Blickfeld geraten, bis ich neulich im Bioladen über richtig schöne Hokkaidos gestolpert bin und letzte Woche in der Biokiste tatsächlich ein Butternutkürbis lag. Also ging es hier wieder los mit der Kürbis-Kocherei und ja, ich liebe Kürbis.

Das Rezept für diese Kürbis-Falafel hat mich sofort angelacht. Falafel: Lieblingsessen! Falafel + Kürbis: Ein Traum! Ich bin allerdings nicht so der Fan von frittierten Dingen (ok, außer Pommes) und war daher positiv überrascht, dass diese Falafel im Backofen gebacken werden. Dazu etwas Fladenbrot und Gurkenjoghurt - ein tolles Essen.


Für die Falafel:
500 g Kürbis, in Stücke geschnitten
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 Dose Kichererbsen, abgetropft
1 Knoblauchzehe, gehackt
1/2 TL Backnatron
1 kleines Bund Petersilie, gehackt
1 kleines Bund Koriander, gehackt
1 TL gemahlener Koriander
1 TL gemahlener Kreuzkümmel

Für den Joghurt:
1/2 Salatgurke, geschält, entkernt und geraspelt
300 g Sojajoghurt
1 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Kürbisstücke mit 1 EL Olivenöl vermischen, kräftig salzen und peffern und auf einem Backbleck verteilken. Etwa 20-30 Minuten garen, bis sie sehr weich sind. Abkühlen lassen.

Kichererbsen mit Knoblauch, Backnatron, Kräutern und Gewürzen zu einer groben Paste pürieren. Die Mischung in eine Schüssel füllen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Kürbisstücke mit einer Gabel zerdrücken, mit der Kichererbsenmischung vermengen und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Ein Backbleck mit Backpapier auslegen, mit einem Esslöffel Teignocken abstechen und auf dem Blech verteilen. Die Falafel mit dem restlichen Olivenöl einpinseln und im heißen Ofen (200 Grad) 20 Minuten backen, bis sie schön gebräunt sind.

Für den Joghurt die Gurkenraspel in ein Sieb geben, mit Salz bestreuen und 20 Minuten Wasser ziehen lassen. Gut ausdrücken und mit dem Joghurt und Zitronensaft mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Falafel mit Joghurt und Fladenbrot anrichten. Dazu passt prima ein Salat, z.B. aus Tomaten.

Quelle: Gemüse satt! - Alice Hart

Freitag, 15. Februar 2013

Vegan Wednesday No 27




Wir zählen den 27. Vegan Wednesday und ich bin Woche für Woche hoch erfreut, wie schön diese Aktion ist. Ich hege schon immer eine große Vorfreude auf das fertige Pinterest-Board am Wochenende und bestaune die abwechslungsreichen Beiträge. Diese Woche kann jeder, der mitmachen mlöchte, den Beitrag bei Regina einreichen.

Frühstück


Mein Mittwoch begann mit dem Standardfrühstück: Sojajoghurt mit Obst und Müsli.

Mittagessen


Vollkornbrot mit Alnatura-Kräuterstreich und Weintrauben.

Nachmittags
Hat es nicht mehr vor die Kamera geschafft: Mango und Milchkaffee

Abendessen


Genau so sollte ein langer Arbeitstag enden. Bestellte Pizza mit Artischocken, frischen Champignons und grünen Oliven. Der Tag war gerettet, dass es ein Bier dazu gab, ist eh klar. Was sein muss, muss sein. Durch den langen Glutenverzicht war diese Pizza so etwas wie Geburtstag, Weihnachten und ihr wisst schon, mehr als große Freude.

Donnerstag, 7. Februar 2013

Vegan Wednesday No 26

Nach einiger Zeit unfreiwilliger Abstinenz freue ich mich heute mal wieder beim Vegan Wednesday mitzumachen. Wer sich darunter nichts vorstellen kann, HIER findet ihr Informationen. Diese Woche werden alle Posts bei Carola gesammelt und am Wochenende bei Pinterest veröffentlicht.

Nachdem ich in den letzten Wochen regelmäßig vergessen habe, mein Mittwochsessen bildlich festzuhalten, ist es mir diesen Mittwoch vor allem aus einem Grund gelungen: Homeoffice! Das bedeutet ohne Hektik in den Tag zu starten und so wird auch mir bewusst, dass Mittwoch ist und ich die Kamera hervor hole.

Frühstück
 

Ödes Toast mit Tofutti Creamy Smooth Kräuter und Erdnussbutter. Aber hey - ich bin noch immer in einer äußerst erfolgreichen Glutenbelastungsphase. Sieht so aus, als hätte es sich bei mir tatsächlich um eine vorrübergehende Unverträglichkeit aufgrund von vielen anderen Allergien gehandelt. Von daher liebe ich gerade auch stinknormales Toast. ;)

Mittag


Sojamilch-Kaffee, zwei Kekse, eine Banane. Anschließend noch ein paar Mandeln, die hier nicht im Bild sind. Für mehr war keine Zeit.

Nachmittags gab es dann noch einen Kaffee und noch einen Keks. Wie gesund und ausgewogen! :)

Abendessen


Restessen! Nudelreste mit Sojabologneseresten aus der Tiefkühltruhe. Von solchen Saucen koche ich grundsätzlich zu viel und friere einen Teil ein - da freut sich der Magen nach einem langen Tag auf ein schnelles warmes Gericht, ohne viel Aufwand.


Sonntag, 3. Februar 2013

Gastpost: Rocher von twoodledrum

Ich muss ehrlich zugeben, ich bin ein bisschen stolz. Aber bitte mit ohne... präsentiert heute einen Gastpost geschrieben von Carola von twoodledrum. Stolz bin ich deswegen, weil twoodledrum ein Blog ist, der einiges bei mir verändert hat. Es war der erste Blog, den ich regelmäßig verfolgt habe und somit waren Carolas Rezepte auch die ersten, die ich aus der Welt der Foodblogs nachgekocht habe. Ich habe durch twoodledrum viele andere Blogs kennengelernt (nicht zuletzt auch durch den von Carola mitorganisierten Vegan Wednesday) und vor allem wurde mir immer wieder vor Augen geführt: Vegan ist sowas von alltagstauglich. Und auch wenn es natürlich ganz viele Dinge und Gedanken waren, die mich an die vegane Lebensweise herangeführt haben, so muss ich zugeben, dass twoodledrum einen Anteil daran hatte. Deswegen also freue ich mich sehr, Carola heute mit einem Gastpost bei mir begrüßen zu dürfen. Und ich weiß, was ich nächstes Wochenende machen werde: Rocher!


Hm. Wie leitet man am besten einen Gastpost ein? Mit "liebe Leser" und dann einer Beteuerung, wie gerne man doch zu Gast ist? Ersteres scheint mir ein wenig platt, aber Letzteres ist definitiv der Fall! Ich freue mich sehr, dass ich heute hier bei Laura posten darf, nachdem sie nun schon zweimal (mit Antipasti und Glühweinsirup) bei mir auf twoodledrum zu Besuch war.

Und was kommt jetzt? Nun, natürlich eine Auflistung, was ich an Lauras Blog besonders toll finde! Und da gibt es einiges. Ich mag ihren Schreibstil. Ich mag ihre "bodenständige" Art zu kochen, ohne listenweise Sonderzutaten, für die ich erst die Bioläden und Reformhäuser der Stadt abklappern müsste. Ich mag, dass ihre Rezepte auch für Nicht-Zöliakiekranke so viel hergeben. Und nicht zuletzt mag ich ihre Bilder! Nur den Rosenkohl, den sie vor Kurzem postete, mag ich nicht. Aber Ausnahmen gibt es natürlich immer.

Für mich, die sich noch nie wirklich mit glutenfreier Ernährung auseinandergesetzt hatte, war Lauras Anfrage nach einem Gastpost erst mal eine Herausforderung. "Glutenfrei" hat vieles mit "vegan" gemeinsam, finde ich. Man stößt ständig auf Dinge, von denen man dachte, sie seien glutenfrei, und dann entdeckt man doch noch eine Stolperfalle. Für mich waren das die Cornflakes und auch das Nougat. Zum Glück ist das fair gehandelte Haselnussnougat von Zotter, das ich verwendet habe, als glutenfrei gekennzeichnet. Erhältlich ist es bei uns im Bioladen, ebenso wie glutenfreie Cornflakes und glutenfreie Kuvertüre, ebenfalls von Zotter. Haselnüsse sind wohl per se glutenfrei, und mehr braucht es nicht. Puh.

Rocher
Zutaten (für ca. 12 Kugeln):
15 ganze Haselnusskerne
1 Handvoll Cornflakes
125 g Nougat
50 g gehackte Haselnüsse
100 g Zartbitterkuvertüre

Haselnusskerne rösten: Auf ein Backblech legen und 10 bis 15 Minuten bei 180°C (Umluft) rösten. Dann auf ein Geschirrtuch legen und mit dessen Hilfe die braunen Häutchen abrubbeln. Die Kerne beiseite legen und abkühlen lassen. Natürlich könnt ihr auch ungeröstete Kerne verwenden, dann fehlt aber etwas am Geschmack. Haselnussallergiker vertragen die Rocher oft, wenn zusätzlich auch die gehackten Haselnüsse geröstet werden. Aber vorsichtshalber lieber nachfragen!

Nougatmasse im Wasserbad schmelzen, die Cornflakes zerbröseln und einrühren. Die Masse kalt stellen, damit man sie besser formen kann. Dabei ab und zu umrühren und aufpassen: Zuerst tut sich lange Zeit gar nichts, dann wird die Masse recht schnell fest. Panik ist aber unangebracht, auch die feste Nougatmasse lässt sich wieder weich kneten.

Kugeln aus der Nougat-Cornflakes-Masse formen und je eine ganze Haselnuss hineindrücken. Kugeln in den gehackten Nüssen wälzen und wieder kalt stellen.

Kuvertüre hacken, dann zwei Drittel im Wasserbad schmelzen. Den Topf aus dem Dampf nehmen und das restliche Drittel Kuvertüre einrühren, bis es ebenfalls geschmolzen ist. Kugeln durch die Kuvertüre ziehen und dabei ringsum mit Kuvertüre überziehen. Dann auf Butterbrotpapier ablegen. Von einem Teller oder Brett lösen sich die Kugeln durch das weiche Nougat sehr schlecht und sehen dann nicht mehr schön aus.

Samstag, 2. Februar 2013

Spitzkohl-Pasta

Ich weiß, Posts von mir sind gerade rare Ware und zusätzlich verpasse ich auch noch regelmäßig meinen geliebten Vegan Wednesday. Schande über mich! Gründe gibt es natürlich viele. Es hat mittlerweile Tradition, dass erst das Kind und anschließend ich im Januar so richtig krank werden. Fürchterlich. Außerdem hat der Zufall ergeben, dass wir eine wundervolle neue Wohnung gefunden haben. Ein Ereignis, dass mich die letzten Tage zusätzlich zur Krankheit völligst außer Gefecht gesetzt hat, denn meine Gedanken kreisen nur noch um das Planen der neuen Küche und Wohnungseinrichtungs-Kopfkino.

Nun ja, so langsam habe ich mich gefangen, in jeder Hinsicht. Ich verspüre wieder so etwas wie Lust auf Essen und habe auch den Wohnungsfreudentaumel verarbeitet. Und da im Kühlschrank von der letzten Bio-Kisten-Lieferung noch ein einsamer Spitzkohl auf seine Verarbeitung wartete, habe ich heute beschlossen mit den neu vorhandenen Lebensgeistern mal wieder den Kochlöffel zu schwingen.


Spitzkohl und Pasta sind eine prima Kombination. Wer es noch nicht ausprobiert hat, sollte das dringend nachholen. Hier kommt die Anleitung dazu:

1 kleiner Spitzkohl
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
1 Bund Petersilie
abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
1 TL Senf
Salz, Pfeffer
100 ml Gemüsebrühe
100 ml Sojasahne
 (glutenfreie) Pasta nach Belieben

Die Pasta nach Packungsanleitung bissfest kochen.

Den Spitzkohl vierteln, Strunk entfernen und in Streifen schneiden. Zwiebel und Knoblauchzehe fein hacken. Petersilie abzupfen und fein hacken. In einer großen Pfanne das Olivenöl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch sanft anbraten. Hitze höher schalten und den Spitzkohl zugeben. Einige Minuten bissfest braten.

Gemüsebrühe, Sojasahne und Senf miteinander verrühren - wer mehr Flüssigkeit möchte, erhöhrt einfach die Anteile entsprechend. Zum Spitzkohl geben, salzen, pfeffern und einmal aufkochen lassen. Petersilie und Zitronenschale unterrühren - fertig! Spitzkohl zusammen mit der Pasta anrichten und sich darüber freuen, wie lecker so ein einfaches Gericht sein kann...