Freitag, 25. Januar 2013

Grünkohl mit Bratlingen

Dieser Winter steht bei mir absolut unter dem Zeichen: Mal was anderes ausprobieren! Von Topinambur über Wirsing ist auch Grünkohl dabei. So viele neue Gemüselieben versüßen mir den Winter ungemein. Die Gemüsekiste hat einen sehr großen Anteil daran, denn ich suche mir tolle Rezepte für Gemüsesorten, die ich sonst vor allem aus dem Grund "weiß nichts damit anzufangen" nicht unbedingt anschaffen würde.


Diese Grünkohl-Beilage hat uns richtig gut geschmeckt. Grünkohl ähnlich wie Salat anzumachen finde ich eine tolle Idee, so hat der Grünkohl irgendwie etwas erfrischendes. Dazu gab es aus Zeitmangel Bratlinge aus einer Bratlingsmischung, zusammen mit dem Grünkohl war das ein grandioses Essen.

Das Rezept für den Grünkohl findet ihr hier. Weiß noch jemand ein Grünkohlrezept, das unbedingt noch diesen Winter ausprobiert werden sollte?

Sonntag, 13. Januar 2013

Winterlicher Ofengemüsesalat mit Feigendressing

Den zweiten Weihnachtsfeiertag hatten wir sehr vorausschauend geplant. Nach zwei weihnachtlichen Drei-Gänge-Menüs braucht und will der Mensch kein aufwändig gekochtes Dinner, sondern er sehnt sich nach Gemüse, Gemüse und Gemüse. Mit Salat. Zumindest geht mir das so. In diesem Jahr war die Sehnsucht zwar vorhanden, allerdings war ich sehr froh, dass unser Weihnachtsessen schon so viel frisches Gemüse enthielt, dass ich mich nicht wie in den letzten Jahren in dem Stadium "akute Fressnarkose" befand. Sehr angenehm, wie ich feststellte. Nichtsdestotrotz war dieses Essen eine schön bodenständige Abwechslung zu den Gerichten der vorangegangen Tage und dabei nicht minder lecker. Die Kombination Feige und Senf ist sowieso ein Knaller, Feigensenf könnte ich beispielsweise löffelweise pur essen.


Rezept für vier:
300 g Karotten
300 g Kartoffeln
250 g Süßkartoffeln
250 g Hokkaidokürbis
250 g Pastinaken
1 große Knoblauchzehe
6 EL Öl
6 getrocknete Feigen
150-200 ml Wasser
3 EL Zitronensaft
3 EL mittelscharfer Senf
2 TL Salz
Pfeffer

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Karotten schälen, in 2 cm lange Stücke schneiden. Kartoffeln ungeschält in grobe Würfel schneiden, Süßkartoffen schälen und ebenfalls in Stücke schneiden. Kürbis und Pastinake ebenfalls in Würfelform bringen.

Knoblauch schälen, fein hacken und mit 2 EL Olivenöl vermengen, anschließend mit dem Gemüse vermischen. Das Gemüse im Backofen 20 Minuten garen.

Währenddessen im Mixer die Feigen mit 4 EL Öl, Wasser, Zitronensaft, Senf und Salz fein pürieren. Je nach Konsistenz noch etwas Flüssigkeit zufügen.

Das Dressing mit dem warmen Gemüse in eine Schüssel geben und gut vermischen. Nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken und lauwarm servieren.

Dazu passt sehr gut ein knackiger Wintersalat. Bei uns gab es eine Mischung aus Feldsalat und Endivien.

Quelle: Kochen ohne Tiere - Katharina Bretsch

Samstag, 12. Januar 2013

Hausmannskost: Soja-Rouladen

Dem aufmerksamen Betrachter ist es bereits aufgefallen: Ich habe gerade einen recht intensiven Drang, Dinge zu kochen, die ich entweder sehr lange nicht, oder aber eigentlich noch nie zubereitet habe. Neben Rotkohl und Rosenkohl stellte sich auch das Verlangen nach einer Roulade ein. Ich gehe stark davon aus, dass dieses Verlangen durch die vielen veganen Rouladen zu Weihnachten in sämtlichen Blogs entstanden ist. Ich erinnerte mich an meine letzte Roulade: Vermutlich vor circa 10 Jahren zu Weihnachten gegessen.

Nachdem das Rotkohl-Rezepte aus dem Buch "Einfach vegan" von Roland Rauter schon ein ziemlicher Erfolg war, habe ich auch dieses Buch für das Rouladen-Rezept herangezogen. Es steigt so langsam in die Liste meiner Lieblingskochbücher auf - die Roulade hat mich mit ihrer nicht standardmäßigen Füllung sofort überzeugt. Dazu gab es dieses Rotkohl und einfachen Kartoffelstampf.


Rezept für vier Rouladen: 
Roulade:
4 Soja-Bigsteaks
1 l Gemüsebrühe
2 EL Sojasauce
glutenfreies Mehl
8 getrocknete Tomaten
100 g aufgetauter TK-Spinat
100 g Karottenstreifen
50 g Zwiebelstreifen
1 fein gehackte Knoblauchzehe
Senf
Salz, Pfeffer

Sauce:
100 g Zwiebelwürfel
60 g Karottenwürfel
40 g Selleriewürfel
30 g Lauchstreifen
2 gehackte Knoblauchzehen
2 EL Tomatenmark
2 EL glutenfreies Mehl
3 Lorbeerblätter
6 Wacholderbeeren
800 ml Gemüsebrühe
3 EL Olivenöl

Sojasteaks in Gemüsebrühe und Sojasauce ca 5 Minuten kochen, dann etwa 20 Minuten in der heißen Brühe quellen lassen. Steaks abgießen, sehr gut ausdrücken und in Gefrierbeuteln plattieren.

Den Spinat mit Salz, Pfeffer und dem gehackten Knoblauch abschmecken. Sojasteaks mit Senf bestreichen und mit getrockneten Tomaten, Spinat, Karotten- und Zwiebelstreifen belegen. Anschließend einrollen und mit Küchengarn zu einer Rulade binden. Die Rouladen in etwas Mehl wälzen.

Olivenöl in einem Topf erhitzen, die Rouladen darin von allen Seiten anbraten und anschließend aus dem Topf heben. Wurzelgemüse für die Sauce in den Topf geben und im Olivenöl braun anrösten. Lauchstreifen und Knoblauch zugeben und kurz mitrösten. Mit Mehl bestäuben und ebenfalls kurz mitrösten. Alles mit der Gemüsebrühe ablöschen, dann das Tomatenmark einrühren. Gewürze zugeben, aufkochen lassen und die Rouladen hineinlegen.

Die Rouladen im geschlossenen Topf auf kleiner Flamme ca 25 Minuten köcheln lassen. Dann die Rouladen, die Wacholderbeeren und Lorbeerblätter herausnehmen und die Sauce mit dem Stabmixer pürieren.

Die Rouladen mit der Sauce und den Beilagen anrichten.

Quelle: Einfach vegan - Roland Rauter

Donnerstag, 10. Januar 2013

Vegan Wednesday No 22


Während ich noch damit beschäftigt war, das irre große Feiertagsboard zu bestaunen, hätte ich fast den ersten Vegan Wednesday in 2013 verpasst. Aber nur fast! Langer Urlaub führt bei mir immer dazu, dass ich nicht mehr so ganz weiß, welcher Wochentag gerade ist. Zum Mittagessen ist es mir dann aber doch eingefallen, und so konnte ich immerhin die meisten Mahlzeiten des Tages fotografisch festhalten. Gesammelt werden alle Posts diese Woche bei Carola.

Frühstück
Ohne Bilder und unspektakulär: Marmeladentoast mit Milchkaffee.

Mittagessen


Ich habe endlich mal wieder daran gedacht, mir die aktuelle Schrot&Korn mitzunehmen und daraus dieses absolut empfehlenswerte Gericht gekocht: Gebratene Pilze und Topinambur auf Polenta. Ich liebe den Geschmack von Topinambur!

Nachmittag


Ich habe Cookies gebacken und zwar nach einem wundervollen Rezept, das ich bei Carola entdeckt habe! Ich bin kein Fan von weichen Cookies, deswegen war es mir sehr recht, dass diese Cookies eher knusprig sind. Und nein, sie sind ausnahmsweise nicht glutenfrei, ich habe Dinkelmehl genommen. Da bei mir die offizielle Diagnose Zöliakie fehlt, mache ich gerade eine "Glutenbelastungsphase" und schlemme mich durch glutenhaltige Dinge, als wäre es eine Delikatesse. Cookies und Obst wurden übrigens geteilt mit Mann und Kind.

Abendessen

 
Vollkornbrot mit Avocado, Kräuteraufstrich und Räuchertofu. Gurke und Tomate gehören einfach dazu.


Mittwoch, 9. Januar 2013

Würziger Rosenkohl mit Bratkartoffeln

Eigentlich total blöd: Rosenkohl zählt zu meinem Lieblingsgemüse und ich hatte noch nie selber damit gekocht. Manchmal macht man komische Dinge, ich habe immer einen großen Bogen um Rosenkohl gemacht. Vielleicht, weil ich irgendwie kein Rezept hatte, das mir wirklich zugesagt hat. Denn was bringt mir der schönste Rosenkohl ohne ebenbürdiges Rezept? Wer also tolle vegane Rosenkohl-Rezepte weiß, der möge doch bitte einen Kommentar hinterlassen und unser Repertoire ein wenig erweitern.

Dieses Gericht gab es bei uns diesen Herbst/Winter nun schon öfter. Bratkartoffeln passen gut dazu, Couscous oder Bulgur wäre für die glutentoleranten Menschen auch ein sehr netter Begleiter. Fladenbrot tut es aber auch.


Rezept für zwei sehr hungrige Rosenkohl-Liebhaber: 

600 g Rosenkohl
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Stück frischer Ingwer (ca 3 cm)
1 rote Chilischote
je 1 gehäuften TL Kreuzkümmel-, Fenchel-, Koriander- und Senfsamen
2 TL Kurkumapulver
1/4 TL Zimtpulver
Salz
2 EL Öl
2 Lorbeerblätter
200 ml Gemüsebrühe

Den Rosenkohl waschen, die Strunkansätze abschneiden. Welke äußere Blätter entfernen und den Rosenkohl halbieren. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Chilischote waschen, Kerne entfernen und ebenfalls fein hacken.

Die Gewürzkörner in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze unter Rühren 1-2 Minuten rösten, bis sie würzig duften. Gewürzkörner in einem Mörser so fein wie möglich zerreiben. Kurkuma, Zimt und 1 TL Salz untermischen.

Das Öl erhitzen, Rosenkohl mit Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Chili kurz darin anbraten. Gewürzmischung und Lorbeer zugeben, Brühe angießen und alles zugedeckt bei schwacher Hitze 15 Minuten schmoren, bis der Rosenkohl bissfest ist.

Zu dem Rosenkohl empfiehlt sich ein Joghurtdip: Einfach 300 g Sojajoghurt mit Olivenöl, Salz, Peffer und nach Belieben etwas Limetten- oder Zitronenschale verrühren.

Quelle: Vegetarisch gut gekocht - Cornelia Schinharl



Dienstag, 8. Januar 2013

Feldsalat mit gebratenen Auberginen und Maronenpüree

Nach meinem Hochgesang auf den Rotkohl muss ich trotzdem mitteilen, dass die Vorspeise mein Lieblingsgericht unseres Weihnachtsmenüs war. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, wenn man weiß, dass Feldsalat einer meiner besten Freunde ist, in der Grillpfanne gebratene Aubergine meiner Meinung nach eine Delikatesse sind und ich schon immer auf Pürees jeder Art stehe. Dass diese Vorspeise all das vereint war sehr zu meiner Freude. Die Aubergine spielt eine nicht unwesentliche Rolle in diesem Gericht, harmoniert sie doch perfekt zum Maronenpüree.


Rezept für 2: 
100 g Feldsalat
1 Aubergine
Salz
1 kleine Knoblauchzehe
6 EL Olivenöl
1 EL Butter
200 g geschälte und gegarte Maronen
4 EL Orangensaft
Pfeffer
1 Schalotte
eine handvoll Kürbiskerne
2 EL Weißweinessig

Aubergine waschen und längs in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Auf eine Platte legen, kräftig salzen und 15 Minuten stehen lassen.

Knoblauchzehe schälen und klein schneiden. 1 EL Olivenöl und 1 EL Butter in einer Pfanne erhitzen, Maronen darin 3-4 Minuten andünsten. 2/3 der Maronen aus der Pfanne nehmen und mit Knoblauch, Orangensaft und 3 EL Wasser im Mixer fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die restlichen Maronen zum Dekorieren aufbewahren.

Die Auberginenscheiben trocken tupfen und mit 1 EL Olivenöl bepinseln. In einer Grillpfanne von beiden Seiten braten.

Salat waschen und trocken schleudern. Die Schalotte schälen und sehr fein würfeln. Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten, grob hacken. 4 EL Olivenöl mit 2 EL Weißweinessig und 1 EL Wasser verquirlen, Kürbiskerne und Schalotten untermischen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Maronenpüree, Auberginenscheiben und Salat mit einigen Maronen auf Tellern anrichten, alles mit dem Dressing beträufeln.

Quelle: leicht abgewandelt und vor allem fettreduziert nach Greenbox - Tim Mälzer

Montag, 7. Januar 2013

Rotkohl an Polenta-Nuss-Schnitten

Ich hatte es bereits erwähnt: Vor diesem Essen war ich kein großer Rotkohl-Fan. Dazu muss ich allerdings gestehen, dass ich tatsächlich bis vor Kurzem nicht in den Genuss von richtig selbstgemachten Rotkohl gekommen bin. Mehrere Umstände haben dazu beigetragen: Meine Eltern haben eher mediterran gekocht, Rotkohl und Co gab es bei uns nicht. Die Verwandtschaft war Verfechter von "Ich nehme immer Rotkohl aus dem Glas und verfeinere das dann" - auch nicht so prickelnd, im Endeffekt. Die nächsten Rotkohlbegegnungen hatte ich in der Mensa, dort lag er meistens schon so lange in den Beilageschälchen, dass die obere Schicht unter den Wärmelampen leicht angetrocknet war. Ein leichtes Trauma stellte sich ein!

Was mich dieses Jahr an Weihnachten dazu getrieben hat, unbedingt Rotkohl essen zu wollen, weiß ich nicht. Ich hatte ein unglaubliches Verlangen danach und Diskussionen anderer Familienmitglieder wären zwecklos gewesen. Es gab Rotkohl!


Seitdem würde ich gerne mehrmals pro Woche Rotkohl essen, egal in welcher Kombination oder gerne auch nur pur. Ehrlicherweise muss ich aber gestehen, dass die Polenta-Schnitten vorzüglich harmoniert haben und sicherlich noch öfter stolzer Begleiter meines neuen Leibgerichts werden dürfen.

Polenta-Nuss-Schnitte:
500 ml Wasser
400 ml Sojamilch
100 ml Sojasahne
250 g Polenta
2 El gehackte Kürbiskerne
2 EL gehackte Walnüsse
2 EL gehackte Macadamianüsse
30 g vegane Butter
Salz, Peffer
3 EL vegane Butter zum Braten

Die Flüssigkeit (insgesamt 1 Liter) mit Salz aufkochen. Nüsse und Kürbiskerne ohne Fett in einer Pfanne anrösten. Dann zur Flüssigkeit geben und die Polenta unter Rühren langsam einrieseln lassen. Kurz aufkochen lassen und auf der ausgeschalteten Herdplatte 10 Minuten quellen lassen. Vegane Butter unterrühren, die Masse auf einem mit Backpapier belegten Backpbelch ca 1,5 cm dick aufstreichen und einige Stunden abkühlen lassen.
Die kalte Polenta in Stücke schneiden oder ausstechen und in der geschmolzenen Butter von beiden Seiten goldbraun anbraten.

Rotkohl:
800 g Rotkohl
50 g Rohrzucker
200 ml Orangensaft
3 geschälte und geriebene Äpfel
60 g Rapsöl
100 g Zwiebeln
3 EL Apfelessig
70 g Wildpreiselbeeren
3 angedrückte Wacholderbeeren
2 Lorbeerblätter
1/2 Zimtstange
5 Gewürznelken
1 Kardamomkapsel
5 Pfefferkörner
Salz
1-2 EL Maisstärke

Den Rotkohl in feine Streifen schneiden. Mit Apfelessig, Orangensaft, Preiselbeeren, Salz und dem geriebenen Apfel mischen, kärftig durchkneten und mindestens 1 Stunde ruhen lassen.

Zwiebeln in feine Streifen schneiden. Die restlichen Zutaten in ein Gewürzsäckchen füllen. Zwiebeln in heißem Öl andünsten, Zucker dazu geben und leicht karamellisieren lassen. Den Rotkohl mit der Marinade dazugeben und mit dem Gewürzsäckchen ca. 30 Minuten nicht zu weich köcheln lassen. Anschließend das Gewürzsäckchen entfernen und den Rotkohl mit der in 4 EL Wasser angerührten Maisstärke binden. Der Rotkohl erhält so eine cremige Konsistenz und einen schönen Glanz.

Am besten schmeckt der Kohl, wenn er vor dem Servieren noch einmal aufgewärmt wird. Also: Morgens zubereiten und Mittags oder Abends servieren.

Quelle: Gericht abgewandelt nach Einfach vegan - Genussvoll durch den Tag

Sonntag, 6. Januar 2013

Karotten-Gewürzkuchen (nicht nur zu Weihnachten gut)

Langsam kehrt der Alltag wieder ein und ich wollte eigentlich schon viel früher ein paar Rezepte der Leckereien veröffentlichen, die über Weihnachten so in unsere Bäuche gewandert sind. An erster Stelle steht nun allerdings dieser herrliche Gewürzkuchen: Es ist einer der wenigen Kuchen, von denen ich ohne Probleme zwei Stücke essen würde. Das will was heißen und somit ist er mein neuer Lieblingskuchen geworden.


Auf das Rezept bin ich übrigens, man höre und staune, über meine Schwiegermutter gestoßen, die den Kuchen vor ein paar Wochen für uns gebacken hat. Ich war sehr begeistert, dass sie sich tatsächlich zwei vegane Kochbücher zugelegt hat, um uns zu bekochen und zu bebacken. Das Rezept stammt aus Vegan For Fun und ich war zugegebenermaßen beeindruckt, dass ein Kuchenrezept aus diesem Buch so gut ist. Warum, kann ich auch nicht sagen. Dass der Kuchen auch glutenfrei so wunderbar funktioniert, liegt an dem hohen Anteil an gemahlenen Mandeln. Solche Rezepte gelingen immer am besten, weil der zu ersetzende Mehlanteil geringer ausfällt. Der gute Attila versteckt den Kuchen auch unter einer enormen Schicht Marzipan, was mir zu süß und zu schwer gewesen wäre. Puderzucker tut es auch, und sieht meiner Meinung nach auch immer so herrlich winterlich aus. 

Rezept für eine Springform:
300 ml kalte Sojaschlagsahne (ich habe die von Natumi genommen)
300 g Rohrzucker
300 g Karotten
180 g (glutenfreies) Mehl
300 g gemahlene Mandeln
1 Päckchen Backpulver
Abrieb von 1 Bio-Zitrone
Salz
1/2 TL Zimtpulver
1/4 TL gemahlene Nelken

Backofen auf 160 Grad (Umluft) vorheizen. Die kalte Sojaschlagsahne steifschlagen. Den Rohrzucker unter Rühren einrieseln lassen. Karotten schälen und fein reiben. 

Mehl, Mandeln, Karotten, Backpulver, Zitronenschale, 2 Prisen Salz, Zimt und Nelken mit dem Schneebesen vorsichtig unter die Sahne heben. 

Eine Springform mit Backpapier auslegen und den Teig hineinfüllen. Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene 60 Minuten backen. Nach 35 Minuten Backzeit die Springform mit Alufolie abdecken und fertig backen. 

Den abgekühlten Kuchen vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben!


Mittwoch, 2. Januar 2013

Rote Bete auf Meerrettich-Pasta

Ein Hoch auf dieses Rezept! Wer so wie ich ein großer Fan von Roter Bete, Meerrettich und Nudeln ist, wird dieses Gericht lieben. Wir freuen uns Winter für Winter auf dieses bauchwärmende Lieblingsgericht.


Rezept für vier:
1 Packung Rote Bete (gegart)
2 EL Öl
1 Saftorange
1 TL Koriander (gemahlen)
2 TL Kreuzkümmel (gemahlen)
Salz, Pfeffer, Zucker

400 g Nudeln150 ml Gemüsebrühe
150 ml Sojasahne
2 EL Meerrettich aus dem Glas (oder ein Stück frischer Meerrettich)
1 Bund glatte Petersilie
Salz, Pfeffer

Die Rote Beten gut abtrocknen und in Stifte schneiden. Orange auspressen. Das Öl in einer Pfanne erhitzen, Kreuzkümmel und Koriander darin erhitzen, bis die Gewürze duften. Rote Bete hinzugeben, kurz anbraten, dann mit Orangensaft ablöschen und etwas einkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken. Warm halten.

Die Nudeln nach Packungsanleitung kochen. Petersilie waschen und hacken.

Gemüsebrühe und Sojasahne mischen und erhitzen. Mit Meerrettich, Salz und Pfeffer herzhaft abschmecken. Die Petersilie unterrühren.

Die Nudeln mit der Kräuter-Sahne mischen. Nudeln zusammen mit der Roten Bete auf Tellern anrichten.

Quelle: leicht abgewandelt und veganisiert nach einem Rezept von Brigitte

Dienstag, 1. Januar 2013

Veganes Festtagsessen - von Weihnachten bis Silvester


Hallo ihr lieben Menschen da draußen - ich habe gestaunt, wie viele von euch es geschafft haben so viel zwischen den Jahren zu bloggen. Bei mir blieb gefühlt noch nicht mal eine Minute für den Computer. Während ihr fleißig wunderschöne Weihnachts-Festtafeln präsentiert habt, habe ich zum tausendsten Mal "Kaufladen" mit meiner Tochter gespielt. Kindergartenferien sind immer wieder eine Herausforderung, aber auch unendlich schön.

So komme ich erst heute dazu, auch unser veganes Festessen der vergangenen Tage zu präsentieren und vereine alles in einen Sammelpost.

Wir haben ja nun dieses Jahr unser erstes veganes Weihnachten/Silvester gefeiert und waren sehr glücklich damit. Unser Essen war grandios und es hat sehr viel Spaß gemacht, einmal so richtig viel Zeit zum Kochen zu haben. Ich war an Heiligabend ziemlich stolz auf unser veganes 3-Gänge-Menü.

Heiligabend
Wir haben uns die Zeit bis zur Bescherung mit einem unglaublich saftigen und leckeren Karotten-Gewürzkuchen versüßt.


Zur Vorspeise gab es frischen Feldsalat vom Markt mit gegrillter Aubergine und Maronencreme. Alles beträufelt mit einer Kürbiskern-Vinaigrette.


Der Hauptgang hat mir eine neue große Liebe beschert. Ich hatte Rotkohl noch nie selbst gemacht und war bis dahin auch kein sehr großer Fan davon. Zu Weihnachten fand ich es aber so passend und dieses Rotkohl war so lecker, dass ich mich hätte reinsetzen können. Dazu gab es gebratene Polenta-Nuss-Taler.


Zur Nachspeise gab es einen weihnachtlichen Klassiker bei uns, den es in den letzten Jahren noch in unveganer Form gab: Lebkuchen-Pannacotta mit Gewürzkirschen. Auch vegan war die Pannacotta sehr lecker.



Erster Weihnachtsfeiertag
Wir haben diesen Tag bei meinen Schwiegereltern verbracht - leider gibt es keine Fotos vom Essen. Kochen in fremden Küchen ist doch eine Spur hektischer als zu Hause, so dass wir einfach nur froh waren, dass das Essen heil auf dem Tisch stand. Wir hatten vorher ausgemacht, dass Vorspeise und Nachspeise vegan sind, zum Hauptgang gab es vegane Gemüsebeilagen und der Rest der Familie konnte sich leider nicht davon abbringen lassen Rinderfilet zu verspeisen. Das Menü sah so aus:

Vorspeise: Pastinaken-Meerrettich-Cremesuppe mit selbstgemachten Gemüsechips
Hauptgang: Tofu in Thymian-Nusspanade mit gebratenem Spitzkohl und Endivien-Kartoffel-Stampf (für die Omnis Rinderfilet statt Tofu)
Nachspeise: Orangensorbet an Minzpesto

Zweiter Weihnachtsfeiertag
Am zweiten Weihnachtsfeiertag war Schluss mit den Menüs - wir waren wieder zu Hause und haben uns abends einen leckeren Ofengemüse-Salat mit Feigen-Senf-Dressing gemacht. Dazu ein knackiger Salat.



Zwischen den Jahren
Auf einmal überkam uns die riesige Lust mal etwas ganz klassisches zu kochen. Sowas passiert uns selten, unsere vegane Küche ist eigentlich eher weniger an Fleischersatz orientiert. Da aber noch der halbe Kohlkopf im Kühlschrank war und ich ja nun zum riesen Rotkohl-Fan mutiert bin, musste ein Essen drumherum gebastelt werden. Ich muss ehrlich gestehen, ich hatte riesen Spaß mit dieser Roulade. Es muss Weihnachten vor 10 Jahren gewesen sein, dass ich zuletzt Roulade gegessen hatte. Ich schätze allerdings, dass es diese vegane Variante ab sofort doch ab und an mal bei uns geben wird....


Silvester
Das war gestern definitiv einer der schönsten Silvester-Abende, den ich bisher erlebt habe. Fernab von jedem Stress haben wir das Jahr sehr entspannt zu zweit ausklingen lassen. Ich habe den Nachmittag mit Hingabe Sushi gerollt und das beste Sushi überhaupt produziert. Der Reis war perfekt, die Rollen haben prima gehalten. Gefüllt war das Sushi mit unserer Standardfüllung: Avocado + Sesam, Gurke + Tofu und Rucola + Rote Bete.


Dazu gab es natürlich eingelegten Ingwer, Sojasauce und Wasabipaste. Ausprobiert habe ich zum ersten Mal Algensalat, den gibt es bei Tegut frisch (bzw. frisch aufgetaut) zu kaufen. Für alle die jetzt schreien: "Der enthält aber doch glutenhaltige Sojasauce!" - Ich weiß. Ich habe an Weihnachten eine Glutenbelastungsphase begonnen. Mal sehen, was das mit sich bringt. Bisher geht es mir gut.

Ich freue mich jetzt auf ein Jahr 2013 voller veganer kulinarischer Neu-Entdeckungen und vielen neuen Gedanken zur veganen Lebensweise. In diesem Sinne ein gutes neues Jahr an euch, liebe Leserinnen und Leser!