Samstag, 31. März 2012

Tofu mit Gemüse, Nudeln und Kokos-Ingwer-Sauce

Bitte entschuldigt das nicht gerade gelungene Bild...ich hätte das Fotografieren fast vergessen und so hat es nur noch zu einem schnellen Schnappschuss gereicht...


Seit ich die Wagamama Kochbücher habe, liebe ich die asiatische Küche! Am liebsten würde ich mich einmal von vorne bis hinten durch beide Bücher kochen - dazu fehlt mir die Zeit. Das schöne an den Rezepten ist, dass eigentlich alle zu veganisieren sind. Fleisch ersetze ich einfach durch Tofu oder Sojaschnetzel. Ich habe letzte Woche sogar glutenfreie HELLE Sojasauce gefunden, zu einem normalen Preis. Ich konnte es kaum glauben. Hier der Link. Helle Sojasauce mag ich persönlich viel lieber als die dunkle.

Aber jetzt zum Rezept (die Kokos-Ingwer-Sauce ist unten extra):

150g Reisnudeln
3 EL Pflanzenöl
1 Knoblauchzehe, geschält und fein gehackt
1 rote Chilischote, Samen und Scheidewände entfernt, fein gehackt
200 g fester Tofu, gewürfelt
3 Pak Choi, längs halbiert
1 rote Zwiebel, geschält und in feine Scheiben geschnitten
3 Frühlingszwiebeln, geputzt und in 2,5 cm lange Stücke geschnitten
1 kleine Süßkartoffel, geschält und in feine Stifte geschnitten
2 Handvoll Bohnensprossen
1 TL Salz
1 TL Zucker
2 EL helle Sojasauce
1 TL Sesamöl
12 Stängel Koriandergrün, nur die Blätter

Die Nudeln in reichlich kochendem Wasser in 2-3 Minuten soeben weich garen. In ein Sieb gießen, kalt abschrecken und abtropfen lassen.
Einen Wok erhitzen, 1 EL Öl hineingeben und den Tofu rundherum anbraten. Aus der Pfanne nehmen und beiseite Stellen. Das restliche ÖL erhitzen und den Knoblauch und den Chili 10 Sekunden pfannenrühren. Dann die Zwiebel, die Frühlingszwiebeln, die Süßkartoffel, den Pak Choi und die Bohnensprossen zufügen und etwa 5 Minuten pfannenrühren.
Das Salz, den Zucker und die Sojasauce untermischen und das Gemüse weitere 3 Minuten pfannenrühren, bis es gar ist. Den Tofu wieder unterrühren. Vom Herd nehmen. Das Sesamöl darüberträufeln und unterziehen. Koriander über das Gemüse streuen.
Die Nudeln mit der Kokos-Ingwer-Sauce (siehe unten) vermengen und bei schwacher Hitze durchwärmen. Die Nudeln auf Tellern anrichten und darauf das Wokgemüse anrichten.

Für die Kokos-Ingwer-Sauce:
3 EL Pflanzenöl
2 Knoblauzehen, geschält und fein gehackt
2,5 cm frischer Ingwer, geschält und gerieben
2,5 cm frische Galgantwurzel, geschält und gerieben
4 Stängel Zitronen gras, äußere Blättter entfernt, fein gehackt
Salz
2 TL Zucker
200 ml Kokosmilch
3 EL grob gehacktes Koriandergrün
Pfeffer

Das Öl in einem Topf bei niedriger Temperatur erhitzen. Knoblauch, Ingwer, Galgant und Zitronengras darin bei mittlerer Hitze etwa 8 Minuten rühren, bis die Zutaten weich sind und aromatisch duften - sie sollten nicht bräunen.
Einen halben Liter heißes Wasser dazugießen und zum Kochen bringen. Einen halben TL Salz und den Zucker zufügen. Die Hitze reduzieren und alles 20 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit auf die Hälfte eingekocht ist. (Ich siebe die Sauce nach diesem Schritt, weil das Zitronengras immer noch ziemlich viel Biss hat und ich das nicht mag. Laut Rezept kann es mitgegessen werden. Aber die Sauce hat das Aroma wunderbar angenommen und ich mag es so lieber.)
Die Kokosmilch einrühren, 2 Minuten erhitzen und vom Herd nehmen. Das Koriandergrün unterziehen. Die Sauce vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Rezept ist für 2 Personen, aber ich finde es sehr reichlich.

Quelle: Wagamama - Das Kochbuch

Montag, 26. März 2012

Brot - einfach nur Brot

Brot ist, ebenso wie Brötchen, eine echt schwierige Angelegenheit zu Beginn der glutenfreien Ernährung. Umso erstaunter war ich, als ich einigermaßen frustriert nach der Arbeit noch ein Brot für die Glutenesser unter uns kaufen wollte. Vorher nie wahrgenommen ist mir sofort ins Auge gestochen, dass unser Bio-Bäcker glutenfreies Brot anbietet. Ich konnte es überhaupt nicht glauben, aber es gibt drei Sorten:
Mehrkorn-Teff-Brot
Quinoa-Walnuss-Brot
Buchweizen-Brot
Die Bäckerei Siebenkorn backt das Brot in einer separaten Backstube und ist Lizenzpartner der DZG. Um auch während dem Transport und im Laden eine Kontamination zu vermeiden, wird das Brot in Polybeuteln transportiert und verkauft.
Ich empfinde es immer wieder als wirklichen Luxus, als Gluten-Allergikerin frisches Brot kaufen zu können, wann immer ich möchte. Es ist täglich frisch im Laden und schmeckt fast wie normales Brot. Ich mochte auch während Glutenzeiten kein haltbares Brot - so ist es jetzt auch. Haltbares Brot esse ich nur, wenn ich mal vergessen habe Brot zu kaufen oder zu backen und es geht einfach kaum etwas über dieses Normalitätsgefühl mit frischem Brot vom Bäcker! Hier unten seht ihr das Buchweizen-Brot.


Sonntag, 25. März 2012

Zucchinipuffer

Zucchinipuffer sind bei uns immer wieder das absolute Highlight.


Ich mache sie im Backofen, weil man dann viel weniger Fett benötigt als in der Pfanne. Einfach ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit etwas Olivenöl einpinseln.
Die Puffer gehen so: 3 große Zucchini raspeln, mit 1 TL Salz mischen und 15 Minuten stehen lassen, bis sich Wasser gebildet hat. Das Wasser abschütten und die Zucchiniraspel gut ausdrücken. Es ist wichtig, die Zucchini richtig auszudrücken, sonst verwässern die Puffer total. Zu den Zucchiniraspel kommen 2 klein geschnittene Frühlingszwiebeln, 1 Knoblauchzehe (gepresst),1 Bund gehackte Petersilie, 80 g zerbröselter Schafskäse und etwas Zitronenschale. Mit Pfeffer und eventuell etwas Salz abschmecken. Zu der Mischung kommen 70 g glutenfreies Mehl (ich nehme das normale Mehl von Dr.Schär) und 3 Eier. Alles gut vermischen und mit einem Esslöffel auf das vorbereitete Backblech geben und zu Puffern verstreichen. Bei 200 Grad etwa 20 Minuten im Ofen backen, nach der Hälfte der Zeit einmal wenden.

Dazu schmecken Bratkartoffeln. Auch lecker dazu, aber nicht im Bild, ist ein Joghurtdip. Einfach etwas Naturjoghurt mit Salz und Pfeffer würzen und mit einem Schuss Olivenöl glatt rühren. Schön ist es auch, den Joghurtdip mit etwas Senf und Zitronenschale zu verfeinern.

Quelle: Eigene Kreation

Zucchini-Räuchertofu-Pfanne

Ja, ihr habt richtig gelesen: Räuchertofu! Ich habe ganz zu Beginn der glutenfreien Ernährung ein Mal Räuchertofu gegessen und mich gewundert, warum ich das nicht vertragen habe. Naiverweise folgte also erst später der Blick auf die Packung und ich war wirklich erstaunt, dass Räuchertofu in der Regel nicht glutenfrei ist. Es ist so gut wie immer Sojasauce enthalten und die enthält Weizen. Umso größer war die Freude, als ich im Bioladen neulich den Räuchertofu von Dennree gefunden habe, er enthält keine Sojasauce. Hier der Link. Damit konnte also endlich auch eins meiner Lieblingsgerichte mal wieder mit Räuchertofu zubereitetet werden.

Das Rezept ist ganz einfach:
Den Räuchertofu würfeln und in etwas Sonnenblumenöl anbraten. 2 große Zucchini waschen und würfeln. In einer Pfanne 2 EL Sonnenblumenöl erhitzen und darin 1 TLgemahlenen Kreuzkümmel, 1 TL gemahlenen Koriander, 1 TL Paprikapulver, 1/2 TL Kurkuma, 1/2 TL Curry, 1/2 TL Chilipulver und etwas Salz eine Minute anrösten, bis es duftet. Die Zucchini unterrühren und etwa 8-10 Minuten garen. In der Zwischenzeit 2 Tomaten häuten und klein würfeln und zu den Zucchini geben. Deckel drauf und nochmal 5 Minuten ziehen lassen. Nach Ende der Garzeit den angebratenen Tofu wieder unterheben. Dazu kochen wir meistens Reis, aber auch Hirse oder einfach Brot schmeckt gut dazu.

Quelle: Eigene Kreation

Erdbeerkuchen

Die Erdbeeren schmecken zwar wirklich noch nicht so toll, aber ich konnte nicht widerstehen den ersten Erdbeerkuchen der Saison zu backen.
Das Rezept für den Biskuitboden habe ich aus dem Buch "Gesund essen - Glutenfrei backen" von GU. Der Boden wird schön locker und schmeckt kaum glutenfrei. Glutenessern, denen ich nichts von der Glutenfreiheit gesagt habe, haben keinen Unterschied gemerkt.
Auf den Biskuit streiche ich den Vanillepudding von Alnatura, der ist glutenfrei gekennzeichnet. Dann die Erdbeeren drauf und etwas roten Tortenguss, fertig ist ein super Erdbeerkuchen und ich muss nicht mehr neidisch auf die Erdbeerschnitten vom Bäcker sein.

Glutenfreies Sonntagsfrühstück

Zu Beginn der Umstellung auf glutenfreie Ernährung war für mich die schlimmste Mahlzeit das Frühstück. Das Frühstück gehörte zu meiner Lieblingsmahlzeit am Tag und vor allem ein schönes und ausgiebiges Sonntagsfrühstück mit frischen Brötchen und Croissants vom Bäcker habe ich geliebt. Das war mit einem Schlag vorbei und die ersten Brötchen, die ich mir im Reformhaus gekauft habe, waren hart und bröselig und keine große Freude. Gut ein Jahr und einige Tests später macht mir das Sonntagsfrühstück wieder richtig Spaß. Am Wochenende bereiten wir uns meistens selbst einen vegetarischen bzw. veganen Brotaufstrich zu, hierzu folgen mit Sicherheit noch einige Posts. Ich bin auch großer Fan von dem Zwergenwiese-Streich (glutenfrei und vegan).

Ich habe viele glutenfreie Alternativen gefunden und stelle euch meine Favoriten gerne vor. Heute gab es die Brötchen aus dem Bofrost Free Sortiment . Sie zählen zu meinen absoluten Favoriten. Außerdem habe ich ein Schokocroissant von Coeliamo aufgebacken. Der glutenfreie Brötchenkorb sah so aus:
Die Brötchen von Bofrost haben eine tolle Struktur, das gibt es bei glutenfreien Brötchen nicht so oft. Außen werden sie schön kross und innen sind sie richtig luftig und nicht fest und krümelig.
Eine ziemliche Enttäuschung war allerdings das Schokocroissant. Ich habe es nach Packungsanweisung aufgebacken, mir hat es allerdings gar nicht geschmeckt. Viel zu trocken und es wurde immer mehr im Mund. Eine Katastrophe, die mir schon lange nicht mehr passiert ist. Dabei mag ich die normalen Buttercroissants von Coeliamo eigentlich sehr gerne und wundere mich ein bisschen über diese Erfahrung. Abgesehen davon macht das Sonntagsfrühstück aber wieder Spaß - auch glutenfrei!